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Deutscher Wasserstoff-Verband gegründet
Am 12. Juni ist in Berlin der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) gegründet worden. Zu den ersten Mitgliedern gehören Wirtschaftsunternehmen (Messer Griesheim, Air Products, CONOC, Ludwig-Bölkow-Systemtechnik), Forschungsinstitute (Fraunhoferinstitut für solare Energiesysteme, Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg) und Privatpersonen (Ludwig Bölkow, Horst-Henning Giere/Aral, H.-G. Klug/DASA). Im Gründungsvorstand sind: Eberhard Behrend (BAM), Rolf Ewald (Messer Griesheim), Ulrich Schmidtchen (BAM), Oliver Weinmann (Hamburgische Electricitäts-Werke) und Reinhard Wurster (Ludwig-Bölkow-Systemtechnik).
Der Deutsche Wasserstoff-Verband soll als Verein eingetragen und als gemeinnützig anerkannt werden. Die Geschäftsstelle ist bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin angesiedelt.
Neben Firmen, Instituten und Behörden können auch Einzelpersonen Mitglied des Verbandes werden.
Der Verband soll die Nutzung von Wasserstoff als Energieträger koordinieren und unterstützen. Dazu will er Forschungs- und Entwicklungsarbeiten fördern sowie Lösungsvorschläge für Anwendungsfragen erarbeiten. Auch die Normung und Regelsetzung, besonders auf dem Gebiet der Sicherheit, sollen vorangetrieben bzw. unterstützt werden. Ein weiteres Ziel ist, das Thema "Wasserstoff als Energieträger" der Wirtschaft, Wissenschaft und Politik näherzubringen. Nicht zuletzt soll die breite Öffentlichkeit mit den Möglichkeiten der Wasserstoffnutzung vertraut gemacht werden.
Hintergrund der Verbandsgründung ist die Notwendigkeit, umweltfreundliche und dauerhafte Primärenergien und die dazugehörigen Speicher- und Transportmedien zu entwickeln. Wasserstoff ist Energieträger optimal geeignet, da er in beliebiger Menge z. B. aus Wasser erzeugt werden kann und beim Gebrauch ohne nennenswerte Emissionen wieder zu Wasser verbrennt. Die technischen und wirtschaftlichen Grundlagen dafür müssen verbreitert werden. Aktuelle Themen sind z. B. die Arbeit an europäischen Prüfverfahren und Zulassungsbedingungen für Speicherbehälter, besonders solchen aus neuen Werkstoffen.
Herausgegeben vom Deutschen Wasserstoff-Verband e.V. (DWV), Berlin
V. i. S. d. P.: Dr. Ulrich Schmidtchen, Berlin

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