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DWV-Pressemitteilung 02/1997
 
 

Der Deutsche Wasserstoff-Verband
zum Weltklima-Gipfel der Vereinten Nationen in Kyoto

Auf Dauer können nur Sonne, Wind und Wasser die Energie liefern, die für das Weiterbestehen der menschlichen Zivilisation notwendig ist. Um sie zu nutzen, muß sie in unseren Bedürfnissen genügender Form vorliegen. Diese Rolle erfüllt der Wasserstoff optimal; er kann leicht transportiert und gespeichert werden und ist zudem umweltfreundlich.

Die menschliche Gesellschaft muß ihre Energiezukunft bewußt, offensiv und vor allem rechtzeitig gestalten; angesichts der Klimaprobleme bleibt keine Zeit zum Abwarten. Der Deutsche Wasserstoff-Verband (DWV) bündelt die daran arbeitenden Kräfte. Sein Appell an die Wirtschaft ist, intensiv die Technologien zu entwickeln, die auch morgen ein menschwürdiges Leben ermöglichen. Sein Appell an die Politik ist, zuverlässige Rahmenbedingungen für die Handelnden zu schaffen.

Auf dem Weltklima-Gipfel der Vereinten Nationen in Kyoto werden Maßnahmen diskutiert, wie über eine Verringerung der Emissionen besonders von CO 2 der Treibhauseffekt gedämpft werden kann. Grundsätzlich gelingt das nur mit einer weitgehenden Abkehr von fossilen Energieträgern zugunsten erneuerbarer Energien. Die Dinge dem Selbstlauf oder der Einsicht der wirtschaftlichen Akteure zu überlassen, führt nicht zum Ziel. Die beteiligten Staaten müssen die legislativen Konsequenzen ziehen und die Rahmenbedingungen so gestalten, daß Wettbewerbsnachteile vermieden werden.

Damit muß aber auch eine Hinwendung zu kohlenstoffarmen oder noch besser kohlenstofffreien Treibstoffen und Energieträgern verbunden sein. Wasserstoff füllt diese Rolle optimal aus. Er hat in flüssiger Form eine hohe Energiedichte, kann flüssig oder gasförmig transportiert werden, ist ungiftig und hinterläßt bei der Wandlung in Strom oder Wärme im Prinzip nur Wasser. Wenn man ihn aus Wasser erzeugt, hat man Kreislaufwirtschaft pur!

Demonstrationsprojekte (Busse, PKW, Blockheizkraftwerke) beweisen die technische Durchführbarkeit und die Sicherheit des Konzepts. Besonders in Verbindung mit dem hohen Wirkungsgrad der Brennstoffzelle zeichnet sich hier die Technologie von morgen ab. Die Weichen für die Umstellung der Energieversorgung und des Verkehrs jetzt gestellt werden. Zukunftssichere und innovative Produkte schaffen außerdem neue Arbeitsplätze.

Die Konferenz in Kyoto muß verbindliche Ziele für die Verringerung der Emission von CO 2 sowie für eine Beseitigung der wirtschaftlichen Nachteile der alternativen Brennstoffe ergeben. Der Deutsche Wasserstoff-Verband appelliert an alle Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft, zur Sicherung der Zukunft Energie und Umwelt zum zentralen Thema zu erheben, auch in der Zeit nach Kyoto. Konzepte und Technologien für die Umsetzung stehen zur Verfügung.

Herausgegeben vom Deutschen Wasserstoff-Verband e.V. (DWV), Berlin
V. i. S. d. P.: Dr. Ulrich Schmidtchen, Berlin

02.Dezember 1997

       
 



   

Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV), Berlin