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Sachsen: Brennstoffzellen ins Nahwärmenetz
Ideenwettbewerb für Sanierungsprojekt läuft
Das sächsische Umweltministerium will die Stadt Taucha bei Leipzig zu einer "Ökologischen Modellstadt" machen. Unter anderem werden in der Zwick'schen Siedlung, einer Wohnanlage aus den 30er Jahren, die 1500 mit Braunkohle geheizten Einzelöfen durch eine zentrale Wärmeversorgung ersetzt. Dabei sollen umweltverträgliche Energieträger und innovative Technololgien zur dezentralen Wärme- und Stromversorgung zum Zuge kommen.
Ein solches Projekt eignet sich hervorragend für den Einsatz von Brennstoffzellen. Die Möglichkeit wird in der Ausschreibung auch ausdrücklich genannt. Die Zwick'sche Siedlung ist nicht an die Fernheizung angeschlossen, aber ans Erdgas, aus dem sich der Wasserstoff für eine Brennstoffzelle gewinnen läßt. Marktgängige Anlagen mit phosphorsauren Zellen erreichen bei der gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme Wirkungsgrade von 85 % und zeichnen sich durch hohe Verfügbarkeit, niedrigen Wartungsaufwand und so gut wie keine Emissionen aus. Demonstrationsprojekte in Hamburg, Nürnberg, Halle und Oranienburg zeigen überwiegend positive Erfahrungen aller Beteiligten. Weitere sind in Deutschland und anderswo geplant.
Das Projekt in Taucha wird im Rahmen des sächsischen Immissions- und Klimaschutzprogramms gefördert. Interessierte Ingenieurbüros und Anlagenhersteller sollen bis zum 24. Juli eine geeignete Vorplanung vorlegen. Nähere Informationen zum Ideenwettbewerb gibt das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landesentwicklung, Referat 42 (Herr Sommer), Postfach 12 01 21, 01002 Dresden, Tel. (0351) 564-2219, Fax -2209.
Herausgegeben vom Deutschen Wasserstoff-Verband e.V. (DWV), Berlin
V. i. S. d. P.: Dr. Ulrich Schmidtchen, Berlin

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