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DWV-Pressemitteilung 02/1999
 
 

Hattrick für die Brennstoffzelle
Dreifacher Sieger im Ideenwettbewerb für Taucha

Staatssekretär Dr. Dieter Reinfried vom sächsischen Umwelt- und Landwirtschaftsministerium hat heute in Dresden die Sieger im Ideenwettbewerb "Innovative Wärmeversorgung für die Zwick'sche Siedlung in der Ökologischen Modellstadt Taucha" ausgezeichnet. Alle Preise gehen an Vorschläge, in denen Brennstoffzellen eine zentrale Rolle spielen. In der Zwick'schen Siedlung, einer Wohnanlage aus den 30er Jahren in dem nahe Leipzig gelegenen Taucha, sollen die 1500 mit Braunkohle geheizten Einzelöfen nach und nach durch ein innovatives und umweltfreundliches System ersetzt werden. Im vergangenen Mai hatte das Dresdener Umweltministerium dazu einen Ideenwettbewerb ausgeschrieben (s. dazu unsere Pressemitteilung 3/98).

Unter den 42 Beiträgen kamen der der Hamburger HEW Contract und CONSULECTRA und der des Leipziger Ingenieurbüros Jochen Döhler auf den ersten Platz (weitere Plätze wurden nicht vergeben). Beide sehen ein Blockheizkraftwerk mit einer phosphorsauren Brennstoffzelle vor, das die Grundlast an Wärme und Strom deckt. Bedarfsspitzen an Strom sollen aus dem städtischen Netz und an Wärme durch moderne Gasbrennwertkessel gedeckt werden. Dazu kommen weitere innovative Elemente im Sinne der Ausschreibung. Ein Sonderpreis ging an die Planungsgruppe M+M AG (Böblingen/Dresden), die eine dezentrale Versorgung von jeweils 6 Wohnungen mit neuartigen Festoxidzellen der Schweizer Firma Sulzer Hexis vorgeschlagen hatte.

Der Wasserstoff für alle Brennstoffzellen wird intern aus dem in der Zwick'schen Siedlung vorhandenen Erdgas erzeugt. Über die weiteren Einzelheiten der Realisierung der Vorschläge wird demnächst entschieden werden. Dabei sollen alle Preisträger beteiligt werden.

Die Brennstoffzelle gilt wegen ihres hohen Wirkungsgrades als wichtigste neue Umwandlungstechnologie in der Energiewirtschaft. Da sie Elektrizität und Wärme unmittelbar aus chemischer Energie erzeugt, ohne den verlustbehafteten Umweg über Wärme und mechanische Energie, können bei Kraft-Wärme-Kopplung Wirkungsgrade von 85 % erreicht werden. Deshalb rechnen Fachleute damit, daß für die stationäre Anwendung der Markt schon bald stark wachsen wird. Die mobile Anwendung in Fahrzeugen ist etwa ab 2004 absehbar.

Herausgegeben vom Deutschen Wasserstoff-Verband e.V. (DWV), Berlin
V. i. S. d. P.: Dr. Ulrich Schmidtchen, Berlin

04.Februar 1999

       
 

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Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV), Berlin