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Auftritt der Miniatur-Brennstoffzelle beim Deutschen Zukunftspreis
Bundespräsident unterstützt zukunftsträchtige Technologienl
Frau Dr. Angelika Heinzel vom Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (FhG-ISE) in Freiburg im Breisgau und ihr ehemaliger Mitarbeiter Dr. Roland Nolte (jetzt bei Opel ) wurden für den Deutschen Zukunftspreis nominiert und nahmen am 7. Dezember in Berlin an der Verleihung durch den Bundespräsidenten teil. Dadurch wurden sie für Ihre Beiträge zum Fortschritt der Brennstoffzellentechnologie geehrt, besonders für die Entwicklung einer Brennstoffzelle in Streifenmembran-Bauweise.
Frau Heinzel ist die erste Frau, die für den 1997 vom damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog gestifteten Preis nominiert wurde. Sie ist seit 1996 Leiterin der Abteilung "Chemische Energieumwandlung und -speicherung" des ISE. Das Institut gehörte 1996 zu den Gründungsmitgliedern des DWV.
Die Brennstoffzelle in Streifenmembran-Bauweise ermöglicht eine besonders flache Bauform, so dass man sie zum Beispiel im Batteriefach eines tragbaren Computers unterbringen könnte. Ein so umgerüstetes Notebook wurde mit viel Erfolg auf der Hannover Messe 1998 und anderswo gezeigt. Der Rechner könnte mit Wasserstoff aus einem Metallhydrid-Speicher etwa zehn Stunden lang laufen, während selbst ein guter Akku nur etwa ein Drittel dieser Zeit durchhält. Gleichzeitig erlaubt die Konstruktionsweise eine einfache Serienproduktion aus preisgünstigen Werkstoffen. Die Streifenzelle könnte bald in vielen tragbaren elektronischen Geräten die Batterien ersetzen - ein Marktpotenzial in Milliardenhöhe. "Rein technisch gesehen, könnte die Streifen-Brennstoffzelle in ein, zwei Jahren auf dem Markt sein", glaubt Heinzel. Bisher fehlt aber ein potenter Industriepartner.
Schon bei der ersten Verleihung des Zukunftspreises 1997 war mit einem Autoentwickler von Daimler-Benz ein Vertreter der Brennstoffzelle nominiert. Das ist ein deutlicher Hinweis auf das wirtschaftliche Potential dieser Technologie in all ihren Anwendungsbereichen.
Herausgegeben vom Deutschen Wasserstoff-Verband e.V. (DWV), Berlin
V. i. S. d. P.: Dr. Ulrich Schmidtchen, Berlin

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