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Brennstoffzellen statt Batterie für jeden
Marktstudie zur Wasserstoff-Wirtschaft startet in Island
Brennstoffzellen und Wasserstoff als Batterieersatz sind jetzt in Island für die Öffentlichkeit erhältlich. Es handelt sich um eine zunächst auf sechs Monate begrenzte Aktion, die das Marktpotential auf praktische Weise erkunden soll.
Wie am 3. März in Reykjavik bekannt gegeben wurde, stammen die Brennstoffzellen von der amerikanischen Firma DCH Technology (Valencia, Kalifornien). Die Membranzelle, die unter dem Namen ENABLE vertrieben wird, liefert eine Leistung von 12 W bei einer Spannung von 12 V, hat etwa die Größe einer Getränkedose und wiegt 640 g. Sie wurde auf der letzten Hannover Messe gezeigt und fand dort viel Interesse.
Skeljungur Ltd. (Shell in Island) vertreibt die Zellen und verschiedene Arten von Wasserstoffspeichern (Gasflaschen, Metallhydrid) über seine Tankstellen. In Reykjavik wird ein Depot errichtet, in dem per Elektrolyse Wasserstoff erzeugt wird und wo die Speicher nachgefüllt werden. Der Wasserstoffpreis soll merklich unter dem liegen, was man heute bei den üblichen gewerblichen Anbietern zahlen muss.
Da der Strom in Island fast völlig aus erneuerbaren Quellen kommt (Wasserkraft, Erdwärme), ist nicht nur die Zelle selbst sauber, sondern auch bei der Wasserstoffherstellung gibt es weder CO 2 noch andere schädliche Emissionen.
Das Projekt ist Teil der Bemühungen der isländischen Regierung, erneuerbare Energien statt fossiler Brennstoffe zu verwenden. Torsteinn Sigfusson, Vorsitzender der Icelandic New Energy, sagte: "Die Marktstudie wird es den Isländern ermöglichen, mit Brennstoffzellen und der sauberen Energie, die sie liefern, vertrauter zu werden. Sie werden lernen, wie sie funktionieren, wie einfach sie nachzufüllen sind und wie einfach und sicher sie somit den Bedarf an transportabler Energie decken." DCH-Präsident David Haberman hob hervor, dass erstmals ein ganz und gar kommerzielles Unternehmen in voller Breite in den Wasserstoffmarkt einsteige.Herausgegeben vom Deutschen Wasserstoff-Verband e.V. (DWV), Berlin
V. i. S. d. P.: Dr. Ulrich Schmidtchen, Berlin

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05. März 2001
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