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"Straßenkarte" für den Weg zum sauberen Treibstoff Wasserstoff geplant
DWV startet Projekt zur Infrastruktur im Verkehr
Wasserstoff als Treibstoff wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, vor allem im Zusammenhang mit erneuerbaren Primärenergien. Während über dieses Ziel kaum Streit herrscht, ist ziemlich unklar, wie der Weg dorthin aussieht.
Der Deutsche Wasserstoff-Verband hat daher die Erstellung einer " Roadmap für den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland " in Angriff genommen. Ein Grundsatzpapier dazu soll erstmals auf der Wasserstoff-Expo in Hamburg vom 10. bis zum 12. Oktober öffentlich vorgestellt werden. Dies ist der Beginn einer Strategieinitiative, wie es sie in ähnlicher Form in den USA und Japan bereits gibt. Während sie dort allerdings mit staatlicher Unterstützung läuft, wird diese Notwendigkeit in Deutschland bisher in einer Reihe von Bundesländern, aber kaum auf Bundesebene gesehen. Die "Roadmap" wird keine konkrete Implementierungsstrategie beinhalten, sondern die Entwicklung einer solchen durch Industrie und Politik einleiten und unterstützen.
Die "Roadmap" wird sich auf den Einsatz des Wasserstoffs im Verkehr konzentrieren, obwohl er für stationäre Anwendungen nicht weniger wichtig ist. Hier werden jedoch für die absehbare Zukunft Brennstoffzellensysteme dominieren, die den Wasserstoff direkt aus Erdgas gewinnen. Der Bedarf an einer Wasserstoff-Infrastruktur ist daher hier nicht so dringend. Bei portablen Anwendungen (tragbare elektronische Geräte, Kleingeneratoren) sind die zu verteilenden Wasserstoffmengen gering und können in der Einführungsphase voraussichtlich über das Vertriebsnetz der Gerätehersteller geliefert werden. Der Verkehr ist der Bereich, in dem der Aufbau einer Infrastruktur vordringlich ist. Dennoch steht es außer Frage, dass es wichtige Überschneidungen und Synergien zwischen allen genannten Anwendungssektoren geben wird.
Der DWV strebt die Zusammenarbeit mit ähnlichen Initiativen und Projekten wie der "Verkehrswirtschaftlichen Energiestrategie", der "Clean Energy Partnership", dem Projekt "Clean Urban Transport in Europe" usw. an, um Doppelarbeiten, Überschneidungen oder Widersprüche zu vermeiden. Die Zusammenarbeit wird erleichtert durch die Tatsache, dass viele der Partner der genannten Aktivitäten DWV-Mitglieder sind.
Die angestrebten Ziele sind:
- Formulierung einer Wasserstoffstrategie für Deutschland durch die Wirtschaft in Abstimmung mit der Bundesregierung
- Festlegung und Schaffung geeigneter Rahmenbedingungen durch die Politik
- Zwischen den verschiedenen beteiligten Branchen abgestimmte Aktivitäten der deutschen Industrie im Rahmen der zu entwickelnden nationalen Wasserstoffstrategie
Die wesentlichen Inhalte werden sein:
- Prinzipielle Anforderungen an die H 2 -Infrastruktur
- Stand und mögliche Entwicklung der Technologien
- Ermittlung von Kosten und ökonomisch sinnvollen Anlagengrößen
- Beschreibung der grundsätzlichen Phasen eines H 2 -Infrastrukturaufbaus
- Identifizierung von Abhängigkeiten verschiedener gesellschaftlicher Bereiche und Wirtschaftsbranchen (Politik, Infrastruktur-Industrie, Fahrzeugindustrie, Verbraucher, Finanzierungsinstitutionen, Versicherungen, ...)
- Identifizierung von Abhängigkeiten verschiedener Komponenten und Subsysteme einer H 2 -Infrastruktur (Erzeugung, Transport, Tankstelle, Fahrzeuge, Genehmigungsverfahren)
- Zusammenstellung möglicher unterstützender politischer Rahmenbedingungen
- Darstellung unterstützender äußerer Faktoren (Klimaveränderung, Ressourcenverfügbarkeit, Energieimportabhängigkeit, weltweite Motorisierung, Strategien anderer Länder wie USA, Japan, EU, Technologieentwicklung etc.)
Eine Zusammenfassung des Grundsatzpapiers ist auf dem Internet-Server des DWV unter der Adresse
http:// www.dwv-info.de/
abrufbar. Das gesamte Papier kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.
Herausgegeben vom Deutschen Wasserstoff-Verband e.V. (DWV), Berlin
V. i. S. d. P.: Dr. Ulrich Schmidtchen, Berlin

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08.10.2002
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