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Auf dem Weg zur Infrastruktur für Wasserstoff und Brennstoffzellen
Jahrestagung des DWV beschließt Namensänderung
Wasserstoff und Brennstoffzellen werden ein wichtiges Element der Infrastruktur für ein umweltfreundliches und nachhaltiges Energiesystem sein. Das wurde am Freitag in Leipzig auf der Jahrestagung des DWV deutlich.
Leipzigs Technischer Bürgermeister Holger Tschense verlieh den Innovationspreis des DWV an Dr. Jens Mathiak aus Duisburg, der eine Dissertation zur dezentralen Hausenergieversorgung auf Basis von PEM-Brennstoffzellen vorgelegt hat. Ein Sonderpreis ging an Dr. Rolf Stromberger, der sich mit dem Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur zur Versorgung von Autos beschäftigt hat. Großtechnische Anwendungen behandelte Herr Hermann Wunram als Vertreter der Linde AG, der einen Überblick über die einschlägige industrielle Basis im Raum Leipzig-Bitterfeld gab. Es besteht die Absicht, die einzelnen Aktivitäten zu verbinden. Alle drei Beiträge beschäftigten sich also mit Infrastruktur.
Um angebliche und tatsächliche Auswirkungen einer Wasserstoff-Wirtschaft auf die Atmosphäre und das Klima ging es im Beitrag von Dr. Martin Schultz (Max-Planck-Institut für Meteorologie, Hamburg). Er kam zu dem Schluss, dass der Umgang mit Wasserstoff, auch die damit verbundenen Freisetzungen, an sich wenig Auswirkung auf die Zusammensetzung der Atmosphäre und das Klima hätten. Wichtiger und positiv sei die verminderte Freisetzung von Schadstoffen, die mit herkömmlichen fossilen Energieträgern verbunden sind.
Angesichts der hohen und noch steigenden Bedeutung der Brennstoffzelle für die Wasserstoff-Anwendung beschloss die Mitgliederversammlung, den Verband in „Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband“ umzubenennen. (Die Abkürzung DWV bleibt.) Dies trägt der Tatsache Rechnung, dass die hocheffiziente Energiewandlung in der Brennstoffzelle die optimale Ergänzung zu den umweltfreundlichen Eigenschaften des Wasserstoffs ist. Die Kombination dieser beiden Technologien ist ein Sprungbrett in die Energiezukunft.
Der Vorstand des DWV unter Leitung von Dr. Johannes Töpler (Stuttgart) wurde für die nächsten beiden Jahre wiedergewählt.
Herausgegeben vom Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV), Berlin
V. i. S. d. P.: Dr. Ulrich Schmidtchen, Berlin

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