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Pressemitteilung Nr. 1/01 4. März 2001 |
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Brennstoffzellen-Busse kommen nach Europa |
| Island fährt voran, und Australien stößt dazu |
In etwa zwei Jahren werden in Islands Hauptstadt Reykjavik sowie einer Reihe weiterer europäischer Städte Busse mit einer Brennstoffzelle im normalen öffentlichen Nahverkehr laufen. Auf einer Veranstaltung in Reykjavik am 2. März anlässlich des Starts des dortigen Projekts betonten Premierminister David Oddson und Industrieministerin Valgerdur Sverrisdottir die Bedeutung des Verkehrs mit nicht-fossilen Kraftstoffen. Damit würde nämlich für Island die Notwendigkeit von Öl- oder Gasimporten nahezu völlig entfallen, weil das Land seine stationären Energieverbraucher ohnehin schon praktisch völlig mit Wasserkraft und Erdwärme versorgt.
Die Fahrzeuge auf der Basis des Mercedes-Modells Citaro speichern Wasserstoff in Druckbehältern und erzeugen daraus elektrochemisch den Strom für den Elektromotor. Außerdem entstehen Wasser und Wärme. Sonst gibt es keinerlei Emissionen (auch kein CO2). In den kommenden zwei Jahren werden die Wasserstoffproduktion und eine Tankstelle errichtet sowie weitere Vorbereitungen und Studien durchgeführt. Der Wasserstoff wird durch Elektrolyse erzeugt. Da der Strom in Island aus erneuerbaren Quellen kommt, entstehen dabei nicht einmal indirekte Emissionen.
Die abschließenden Gespräche und Vertragsunterzeichnungen mit den Verkehrsunternehmen der übrigen Städte sollen am 19. und 20. März in Amsterdam stattfinden. 40 % der etwa 7 Millionen Euro Projektkosten stammen aus Mitteln der EU. Die Zusammenarbeit zwischen DaimlerChrysler und Island ist in das Gesamtprojekt namens CUTE (Clean Urban Transport for Europe) eingebettet, geht aber auf eine frühere Zeit zurück. Daher wurde auch der Startschuss in Reykjavik etwas vorgezogen. In Deutschland werden Hamburg und Stuttgart beteiligt sein, wie von den Verkehrsbetrieben zu erfahren war.Ebenfalls an den Bussen interessiert ist der australische Bundesstaat Westaustralien. Ab Ende 2002 soll in der Stadt Perth ein ähnlicher Versuch mit drei Bussen im normalen Dienst laufen wie in den europäischen Städten.
DWV-Pressemitteilung 1/01 vom
4. März 2001
Herausgegeben vom Deutschen Wasserstoff-Verband e.V. (DWV), Berlin
V. i. S. d. P.: Dr. Ulrich Schmidtchen, Berlin