![]() |
Pressemitteilung Nr. 4/02 8. Oktober 2002 |
![]() |
Click
here for this press release in
English!
Klicken Sie hier, wenn Sie diese Mitteilung als PDF-Datei sehen wollen!
"Straßenkarte" für den Weg zum sauberen Treibstoff Wasserstoff geplant |
DWV startet Projekt zur Infrastruktur im Verkehr |
Wasserstoff als Treibstoff wird in Zukunft eine wichtige Rolle spielen, vor allem im Zusammenhang mit erneuerbaren Primärenergien. Während über dieses Ziel kaum Streit herrscht, ist ziemlich unklar, wie der Weg dorthin aussieht.
Der Deutsche Wasserstoff-Verband hat daher die Erstellung einer „Roadmap für den Aufbau einer Wasserstoff-Infrastruktur in Deutschland“ in Angriff genommen. Ein Grundsatzpapier dazu soll erstmals auf der Wasserstoff-Expo in Hamburg vom 10. bis zum 12. Oktober öffentlich vorgestellt werden. Dies ist der Beginn einer Strategieinitiative, wie es sie in ähnlicher Form in den USA und Japan bereits gibt. Während sie dort allerdings mit staatlicher Unterstützung läuft, wird diese Notwendigkeit in Deutschland bisher in einer Reihe von Bundesländern, aber kaum auf Bundesebene gesehen. Die „Roadmap“ wird keine konkrete Implementierungsstrategie beinhalten, sondern die Entwicklung einer solchen durch Industrie und Politik einleiten und unterstützen.
Die „Roadmap“ wird sich auf den Einsatz des Wasserstoffs im Verkehr konzentrieren, obwohl er für stationäre Anwendungen nicht weniger wichtig ist. Hier werden jedoch für die absehbare Zukunft Brennstoffzellensysteme dominieren, die den Wasserstoff direkt aus Erdgas gewinnen. Der Bedarf an einer Wasserstoff-Infrastruktur ist daher hier nicht so dringend. Bei portablen Anwendungen (tragbare elektronische Geräte, Kleingeneratoren) sind die zu verteilenden Wasserstoffmengen gering und können in der Einführungsphase voraussichtlich über das Vertriebsnetz der Gerätehersteller geliefert werden. Der Verkehr ist der Bereich, in dem der Aufbau einer Infrastruktur vordringlich ist. Dennoch steht es außer Frage, dass es wichtige Überschneidungen und Synergien zwischen allen genannten Anwendungssektoren geben wird.
Der DWV strebt die Zusammenarbeit mit ähnlichen Initiativen und Projekten wie der „Verkehrswirtschaftlichen Energiestrategie“, der „Clean Energy Partnership“, dem Projekt „Clean Urban Transport in Europe“ usw. an, um Doppelarbeiten, Überschneidungen oder Widersprüche zu vermeiden. Die Zusammenarbeit wird erleichtert durch die Tatsache, dass viele der Partner der genannten Aktivitäten DWV-Mitglieder sind.
Die angestrebten Ziele sind:
Die wesentlichen Inhalte werden sein:
Eine Zusammenfassung des Grundsatzpapiers ist auf dem Internet-Server des DWV unter der Adresse
http://www.dwv-info.de/roadmapz.htm
abrufbar. Das gesamte Papier kann auf Anfrage zur Verfügung gestellt werden.
DWV-Pressemitteilung 4/02 vom
8. Oktober 2002
Herausgegeben vom Deutschen Wasserstoff-Verband e.V. (DWV), Berlin
V. i. S. d. P.: Dr. Ulrich Schmidtchen, Berlin