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Die Ziele des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes
 
 

Grundsatzprogramm

Eine ganzheitliche Strategie für Energie-Wasserstoff

Präambel

Der Energiemarkt in Europa lässt zunehmende Instabilitäten erwarten, die Risiken der Versorgungssicherheit steigen. Abnehmende Ölressourcen, höhere Preise für Strom, Wärme und Kraftstoffe sowie die notwendige Reduktion klimarelevanter und lokaler Emissionen verstärken den Drang nach neuen Energieträgern und Energieumwandlungssystemen. Der Gesellschaft stellen sich folgende wichtige Aufgaben:

  • Verminderung der globalen Erwärmung durch nachhaltige Energieversorgung als Basis für eine hohe Lebensqualität
  • umweltfreundliche und ökonomische Verbesserung von Energieeffizienz und Energiegerechtigkeit
  • zuverlässige Bereitstellung von sauberer Energie zu bezahlbaren Preisen.

Die Mitglieder des DWV sehen in einer nachhaltigen Wasserstoff-orientierten Energiewirtschaft einen tragfähigen Ansatz zur Sicherung der zukünftigen Energieversorgung. Ihr Ziel ist es, alle Aspekte einer künftigen Versorgungsinfrastruktur mit Wasserstoff, dessen Herstellung und energetische Nutzung — insbesondere die Energieumwandlung mittels Brennstoffzellen — in eine Sach- und Perspektivdiskussion einzubringen sowie die Marktentwicklung aktiv mitzugestalten. Bildungsbeiträge- und Öffentlichkeitsarbeit stehen dabei im Vordergrund.

Der DWV ist als Interessenverband auf die Förderung einer zügigen Markteinführung des Energieträgers Wasserstoff und der Brennstoffzellentechnologie ausgerichtet. Die Lösung zukünftiger Energieversorgungsprobleme muss heute in Angriff genommen werden.

Aufgaben

Die Integration von Wasserstoff als sekundärem Energieträger in die Energiewirtschaft und seine vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten erfordern eine breite Akzeptanz und Willensbildung in der Öffentlichkeit. Unter seinem Dach will der DWV Interessierte und Experten sowie Vertreter aus Industrie, Forschung und Politik zusammenbringen und mit ihnen zur Förderung einer nachhaltigen Wasserstoff-orientierten Energiewirtschaft beitragen.

Dazu bedarf es einer intensiven Informations-, Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit mit folgenden Schwerpunkten:

  • Beschaffung, Bewertung und Bereitstellung von Informationen über technische und marktbereitende Fortschritte und Maßnahmen für Mitglieder und Industriepartner sowie für die Politik und Öffentlichkeit
  • Weiterbildung in Fachkreisen sowie Förderung und Mitgestaltung von Programmen zur Heranbildung des technischen Nachwuchses
  • Mitwirkung in Gremien (regional, national, europäisch und international)
  • Bewusstmachung neuer Lösungsansätze für die Energiewirtschaft sowie Ermittlung technischer und politischer Hemmnisse
  • Initiierung von Dialogen zwischen Forschung, Industrie und Politik
  • Diskussion und Aufarbeitung von Sicherheitsfragen, Regeln und Normen.

Insbesondere sind diese Aktivitäten auf eine Strategie des Übergangs zu einer nachhaltigen Wasserstoff-orientierten Energiewirtschaft auszurichten.

Arbeitsweise

Der Verband wendet sich an kompetente Fachleute, Hersteller und Anwender sowie Persönlichkeiten des politischen und öffentlichen Lebens als Mitglieder und Förderer.

Die Verbandsarbeit wird von den Mitgliedern aktiv mitgetragen. Für einzelne Themenbereiche werden von der Mitgliederversammlung Arbeitsgruppen berufen. Vom Verband beauftragte Mitglieder bringen Informationen und Anregungen aus den Ländern ein. Das Arbeitsprogramm des Verbandes wird vom Vorstand jährlich entworfen und der Mitgliederversammlung zur Diskussion und Beschlussfassung vorgelegt.

Zur Information der Mitglieder gibt der Verband in regelmäßigen Abständen die DWV-Mitteilungen heraus. Die Öffentlichkeitsarbeit nach außen wird von dem periodisch erscheinenden Wasserstoff-Spiegel getragen. Besondere Ereignisse werden durch Pressemitteilungen bekannt gemacht. Die Internetseite des Verbandes enthält allgemeine und aktuelle Fachinformationen.

Mitglieder des Verbandes nehmen an Konferenzen und Fachgesprächen teil und stehen für Informationsveranstaltungen an allgemeinbildenden Schulen, Volkshochschulen und Hochschulen wie auch in Firmen, Vereinen, Verbänden und politischen Gremien zur Verfügung. Der Verband unterstützt seine Mitglieder bei solchen Tätigkeiten durch Informationsmaterial und abgestimmte Stellungnahmen. Offizielle Verlautbarungen und Pressemeldungen des DWV bedürfen der Bestätigung durch den Vorstand.

Als unabhängiger Interessenverband finanziert sich der DWV aus den Beiträgen seiner Mitglieder sowie aus Spenden.

Beschlossen auf der 12. Ordentlichen Mitgliederversammlung am 6. Juni 2007

6. Juni 2007

       
 



 

   

Deutscher Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband e.V. (DWV), Berlin