900 Mio. Euro für Wasserstoff-Projekte – EU-Kommission genehmigt H2Global


Die Europäische Kommission hat die mit 900 Mio. EUR ausgestattete deutsche Beihilferegelung H2Global genehmigt.

Das Förderprogramm H2Global wurde maßgeblich vom DWV in Zusammenarbeit mit der GIZ entwickelt. Es dient der Förderung von Investitionen in die Erzeugung von erneuerbarem Wasserstoff in Nicht-EU-Ländern nach den EU-Beihilfevorschriften. Die so erzeugte Energie soll dann in die EU importiert und dort verkauft werden. So soll die Nachfrage der EU nach erneuerbarem Wasserstoff gedeckt werden, die in den kommenden Jahren voraussichtlich erheblich zunehmen wird, indem die Entwicklung des ungenutzten Potenzials erneuerbarer Ressourcen außerhalb der EU unterstützt wird.

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Der Vorstandsvorsitzende des DWV, Werner Diwald, erklärt dazu:

Mit der EU-Genehmigung für das in Kooperation mit der GIZ vom DWV entwickelten H2Global Förderprogramm ist nun erstmalig der Weg frei für einen marktwirtschaftlichem Hochlauf der grünen Wasserstoffindustrie. Mit H2Global eröffnet sich nun der Industrie die Möglichkeit, einerseits ihre Klimaziele zu erreichen und andererseits Deutschland zum Leitmarkt der Wasserstofftechnologien zu entwickeln.“

Die Kommission hat die Regelung nach den EU-Beihilfevorschriften geprüft, insbesondere nach den Leitlinien für staatliche Umweltschutz- und Energiebeihilfen aus dem Jahr 2014. Dabei stellte sie fest, dass die Beihilfe notwendig ist und einen Anreizeffekt hat, weil das Vorhaben ohne die öffentliche Förderung nicht durchgeführt würde. Diese Erkenntnis ist für die Wasserstoffbranche enorm wichtig.