DWV auf der E-world energy & water 2022


 

   

 

 

 

 

 

 

 

Der Branchentreffpunkt der europäischen Energiewirtschaft, die E-world energy & water, findet von Dienstag, 21. bis Donnerstag, 23. Juni 2022 statt.

Als Informationsplattform für die Energiebranche versammelt die E-world jährlich internationale Entscheider in Essen.
Über 800 Aussteller aus aller Welt präsentieren nachhaltige Technologien und intelligente Dienstleistungen für die Energiezukunft.

Besuchen Sie den DWV und ConEnergy auf dem gemeinsamen Stand „hydrogen solutions“. Sie finden ihn vom 21. – 23. Juni 2022 in der Halle 1, Stand 310 auf der Messe Essen!

Vor Ort wird unter anderem auch der DWV-Vorstand Thorsten Kasten anzutreffen sein. Wir freuen uns über Terminanfragen für ein persönliches Gespräch mit Herrn Kasten.
Gerne können Sie sich für eine individuelle Terminvereinbarung an Herrn Rasmus Portmann (portmann@dwv-info.de) wenden.

Außerdem werden am Dienstag den 21.6. von 12:00 bis 16:30 Uhr einige spannende und interessante Präsentationen von Vertreter:innen der Energiebranche zum Thema Wasserstoff auf unserem Stand „hydrogen solutions“ angeboten.

Das Vortragsprogramm finden Sie unter diesem Link.

 

H2Eco Award – Finalisten stehen fest


Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) und die Deutsche Messe AG haben gemeinsam den neuen H2Eco Award ausgeschrieben. Die Jury hat nun abgestimmt. Die Finalisten stehen fest: Clean Logistics SE, eFarming GmbH und Infotec GmbH.

Der „H2Eco Award“ wird in diesem Jahr erstmalig auf der HANNOVER MESSE verliehen. Technische Innovationskraft, Wirtschaftlichkeit und Unternehmertum sowie der Beitrag zum Klimaschutz stehen als Bewertungskriterien im Vordergrund. H2Eco steht für eine Wasserstoff-Marktwirtschaft, die nach den Grundsätzen der Wirtschaftlichkeit und im Sinne der Nachhaltigkeit funktioniert. Die unabhängige Jury hat nun abgestimmt und dabei drei Finalisten auserkoren.

Zu den drei besten Bewerbungen zählen das Projekt „eFarm Nordfriesland“ von eFarming GmbH (GP Joule), das Projekt „Konvertierung von Bestands-LKW und -Bussen auf alternative Antriebssysteme“ von Clean Logistics SE und das Projekt „BLUEPOWER“ der Infotec GmbH (FAUN GRUPPE). Diese Aufzählung stellt kein Ranking dar. Unter den drei Finalisten wird nur ein Gewinner gekürt, der erst bei der offiziellen Preisverleihung verkündet wird.

Die Finalisten

eFarm: Das größte 100 % grüne Wasserstoffmobilitätskonzept in Deutschland. Fünf Elektrolyseure laufen hier mit einer Gesamtleistung von 1,125 MW an vier verschiedenen Produktionsstandorten. Betreiben werden zwei Wasserstofftankstellen und zwei Brennstoffzellen (BZ)-Busse, die im ÖPNV eingesetzt werden. Das Projekt eFarm wurde 2017 von GP JOULE initiiert. 20 regionale Gesellschafter engagieren sich darin, darunter Bürgerwind- und Solarparks sowie Stadtwerke.

Clean Logistics hat sich die Dekarbonisierung des Transportsektors zur Aufgabe gemacht. Busse und Sattelzugmaschinen werden durch den Einsatz moderner Zero-Emission-Technologie zukunftsfähig umgerüstet. Dabei entstehen wettbewerbsfähige Reichweiten bei kurzen Tankzyklen, ohne dass durch zu viel Zusatzlast des Zero-Emission-Antriebsstrangs wertvolle Transportkapazitäten verloren gehen.

BLUEPOWER steht für klimaneutralen Lastverkehr. Es handelt sich dabei um Aufbauten für Abfallsammelfahrzeuge und Kehrmaschinen. Wussten Sie, dass ein konventioneller Müllwagen am Tag bis  zu 1.000 Mal stoppt? Die neu entwickelte Kombination aus Batterie- und Wasserstoffantrieb „BLUEPOWER“ von FAUN nutzt die beim Bremsvorgang entstehende Energie und speist damit die Batterie (Rekuperation). Zusätzlich zur Batterie (85 kWh nutzbar) wird das Fahrzeug durch 90 kW Brennstoffzellenleistung mit Energie versorgt, die diese aus Wasserstoff erzeugen.

Die Preisverleihung

Die Verleihung findet am 31. Mai 2022 im Rahmen der HANNOVER MESSE 2022 auf der Bühne des Energy 4.0 Forums unter der Schirmherrschaft von Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, statt. Der Gewinner erhält den H2Eco-Award und ein Preisgeld von 5.000 Euro. Das Preisgeld geht als Spende an die Botschaft der Ukraine für den Einsatz bei Projekten zum Wideraufbau von Energieinfrastrukturen und Energieversorgung.

Die Jury besteht aus: Jorgo Chatzimarkakis – CEO von Hydrogen Europe; Klaus Ernst – Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses der Bundestagsfraktion DIE LINKE; Oliver Grundmann – Wasserstoffbeauftragter der CDU-Bundestagsfraktion; Marc Grünewald – Vice President von MAN Energy Solutions; Thomas Hüwener – Mitglied der Geschäftsführung bei Open Grid Europe (OGE); Stefan Kaufmann – Innovationsbeauftragter Wasserstoff beim  BMBF; Ralph Kleinschmidt – CEO von thyssenkrupp Industrial Solutions; Stefanie Peters – CEO Neuman & Esser, Mitglied im Nationalen Wasserstoffrat; Andreas Rimkus – Wasserstoffbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion; Michael Vassiliadis – Vorsitzender der Gewerkschaft IG Bergbau, Chemie, Energie (IGBCE) und Präsident des europäischen Verbunds der Industriegewerkschaften IndustriAll Europe.

Der DWV auf der HANNOVER MESSE 2022


Vom 30. Mai bis zum 2. Juni findet die diesjährige HANNOVER MESSE statt. Wir sind dabei!

Der Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) ist in Halle 13 am Stand B37 vertreten bei der Hydrogen & Fuel Cell Europe Ausstellung.

Grüner Wasserstoff ist der Energieträger, der die Klimaziele und die Versorgungssicherheit gleichermaßen gewährleistet und den Industriestandort Deutschland innovativ und zukunftsfähig gestaltet. Der DWV setzt sich bereits seit 1996 für eine nachhaltige Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Industrie ein. Wir sind die starke Stimme der Wirtschaft und Industrie für den Hochlauf der Wasserstoff-Marktwirtschaft global und lokal.

Nutzen Sie zudem die Möglichkeit und machen Sie sich einen persönlichen Eindruck vom Hydrogen Fuel Cell Race Car!

RICHELMI Stéphane (mco), H24 Racing, H24,during the Le Castellet Round of the 2022 Michelin Le Mans Cup on the Circuit Paul Ricard from April 15 to 16, in Le Castellet, France – Photo Marc de Mattia / DPPI

 

Gesponsert und mit freundlicher Unterstützung bereitgestellt durch TotalEnergies SE: Der Le Mans Rennwagen – H24 – the next-generation hydrogen prototype.

Noch am Wochenende vor der Hannover Messe ist der Wagen beim ADAC 24 Stunden Rennen auf dem Nürburgring im Einsatz und kommt noch mit heißen Reifen in die Messehalle auf unseren Stand gerollt.

Überzeugt vom Potenzial von Wasserstoff für den Motorsport haben der Automobile Club de l’Ouest (ACO) und das Schweizer Ingenieurlabor GreenGT 2018 das MissionH24-Programm ins Leben gerufen. Ziel ist es, Teilnehmer zu ermutigen, bei den 24 Stunden Rennen von Le Mans mit wasserstoffbetriebenen Elektroautos anzutreten.

Wir freuen uns, Sie auf unserem Messestand bei der diesjährigen HANNOVER MESSE 2022 zu begrüßen.

H2Eco Award – Jetzt bewerben!


Die Deutsche Messe AG und der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband (DWV) schreiben gemeinsam den neuen H2Eco Award aus. Die Ausschreibung richtet sich an Unternehmen, die mit ihren Projekten einen herausragenden Beitrag für den Hochlauf der Wasserstoff-Marktwirtschaft leisten. Dabei stehen Wirtschaftlichkeit, Innovationskraft und Unternehmertum im Vordergrund. Die Bewerbungen können bis zum 6. Mai eingereicht werden, das Bewerbungsformular finden Sie unten als Download.

Der H2Eco Award wird in diesem Jahr erstmalig auf der HANNOVER MESSE verliehen. Technische Innovationskraft, Wirtschaftlichkeit und Unternehmertum sowie der Beitrag zum Klimaschutz stehen als Bewertungskriterien im Vordergrund. Eine unabhängige Jury, besetzt mit hochkarätigen Wasserstoff-Experten aus Politik, Wirtschaft, Forschung und Gesellschaft, wird unter den Einreichungen einen Preisträger ermitteln.

 

DOWNLOAD Bewerbungsformular

 

 

 

Bewerben können sich Unternehmen, die mit ihren Projekten und Konzepten die industrielle Wasserstofferzeugung beispielhaft anwenden. Diese innovativen Projekte sollen als Wegbereiter für den Hochlauf der grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft gelten und mit ihrer Vorreiterrolle eine Inspiration für die Branche sein. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die feierliche Preisverleihung erfolgt am 31. Mai 2022 im Rahmen der HANNOVER MESSE 2022 auf der Bühne des Energy 4.0 Forums unter der Schirmherrschaft von Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz. Der Preis ist mit 5 000 Euro dotiert.

 

Start des Innovationsclusters HyMobility


Bei der feierlichen Auftaktveranstaltung am 07. April 2022 in der Landesvertretung Hamburg wurde der Startschuss für die Gründung der Fachkommission gegeben. Im Fokus des Clusters steht die emissionsfreie Mobilität auf Basis von grünem Wasserstoff und Brennstoffzellen.

Ziel des Clusters ist es, ein geeignetes Marktdesign für die emissionsfreie Mobilität zu gestalten und so die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Mobilität voranzubringen. Die Mitglieder der Fachkommission setzen sich aus allen für die BZ-Mobilität relevanten Branchen zusammen. Dazu zählen Fahrzeug- und BZ-Hersteller, Anwender und Fahrzeugnutzer, EE-Produzenten, Elektrolysehersteller, Tankstellenbetreiber und Hersteller der notwendigen Technik und Infrastruktur.

Das Projekt HyMobility wird im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie mit insgesamt 1.438.600 Euro durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr gefördert. Die Förderrichtlinie wird von der NOW GmbH koordiniert und durch den Projektträger Jülich (PTJ) umgesetzt.

Die Veranstaltung fand in der Landesvertretung Hamburg beim Bund in Berlin statt. Daher begrüßte die Hausherrin, Verena Herb, die Gäste des Abends. Für die Hansestadt ist das Thema Wasserstoff ganz oben auf der Agenda. Als selbst erklärte Stadt des Wasserstoffs, wie Frau Herb es ausführte, erschien die Landesvertretung Hamburg in dem Zusammenhang als idealer Veranstaltungsort.

Verena Herb, Leiterin der Landesvertretung Hamburg, begrüßt die Gäste zum Auftakt von HyMobility

 

Werner Diwald, Vorstandsvorsitzender des DWV betonte in seiner Ansprache: „Wir sind kein Technologiecluster! Für uns steht das Marktdesign im Vordergrund. Wir werden die starke Stimme sein gegenüber der Politik und der Öffentlichkeit für den schnellen Markthochlauf der Brennstoffzellen-Mobilität.“

Werner Diwald eröffnet die Veranstaltung des Innovationsclusters HyMobility.

 

Prof. Dr. Klaus Bonhoff, Abteilungsleiter im BMDV, hielt in Vertretung für PStS Luksic die Eröffnungsrede.

 

Prof. Dr. Klaus Bonhoff ist Abteilungsleiter im Bundesministerium für Digitales und Verkehr und langjähriger Wasserstoff-Experte.

 

Oliver Luksic, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitalisierung und Verkehr äußerte sich im Vorfeld zu HyMobility: „Für uns steht fest: Mobilität mit Wasserstoff ist für das Erreichen unserer Klimaschutzziele unerlässlich und birgt große industriepolitische Chancen. Mit der Förderung des Innovationsclusters ‚HyMobility‘ des DWV im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) der Bundesregierung unterstützen wir eine neue Innovationsplattform, die unterschiedlichste Akteure aus Wirtschaft und Gesellschaft zusammenbringt und die einen wichtigen Beitrag dazu leisten wird, Wasserstoff-Mobilität voranzutreiben.“

 

Paneldiskussion über die emissionsfreie Mobilität mit Wasserstoff und Brennstoffzellen. V.l.n.r.: Matthias Meyer von RAISA, Manfred Schuckert von Daimler Truck, Werner Diwald vom DWV, Adam Mutwill vom BMDV, Dirk Graszt von Clean Logistics und Elena Hof von NOW.

 

Emissionsfreie Mobilität auf Basis von Wasserstoff und Brennstoffzellen

An der Paneldiskussion nahmen Adam Mutwill vom BMDV, Dirk Graszt von Clean Logistics, Elena Hof von NOW, Manfred Schuckert von Daimler Truck und Matthias Meyer von RAISA teil. In der spannenden Diskussion stand vor allen das Thema Wasserstoff-Infrastruktur im Fokus. Der Ausbau des H2-Tankstellen-Netztes für LKW müsse dringend schneller voran gehen. Man war sich aber auch einig, dass immer die Nachfrage das Angebot bestimmt. Die gezielte Förderung der Brennstoffzellen-Mobilität durch die Bundesregierung ist essenziell für die emissionsfreie Mobilität von morgen.

 

 

 

Studie zur emissionsfreien Stahlerzeugung veröffentlicht


Die DWV-Fachkommission HySteel hat eine Studie zu den Herausforderungen, Chancen und Lösungsansätzen für grünen Stahl in Deutschland bis 2045 veröffentlicht. Autor der Studie ist die Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH (LBST).
Die Studie umfasst eine Metaanalyse der verschiedenen Technologiepfade anhand techno-ökonomischer Parameter der Versorgung mit grünem Wasserstoff. Die Chancen und Risiken für die Stahlindustrie werden zusammengestellt und die relevanten Pfade bezüglich der technischen Reife, Wirtschaftlichkeit, Beitrag zum Klimaschutz und der industriepolitischen Bedeutung eingeordnet.

Die wesentlichen Fragestellungen sind: Welche Optionen gibt es für die Stahlindustrie, um zukünftig emissionsfrei zu produzieren? Woher soll der grüne Wasserstoff für die Stahlerzeugung kommen? Wie und wo soll die Stahlerzeugung erfolgen?

Grüner Wasserstoff ist essenziell für die emissionsfreie Stahlerzeugung. Er ist die nachhaltige und robuste Basis für grünen Stahl in der Zukunft“ sagt Jan Michalski von LBST.

Es sind tiefgreifende Veränderungen in der Primärstahlerzeugung abzusehen, die mit hohen Transformationskosten und einem großen Bedarf an Wasserstoff einhergehen. Bis 2030 müssen ca. 10 Mrd. € an Investitionen getätigt werden. Dabei kann bei einem ambitionierten Ausbau der DRI-Kapazitäten bereits kurz- und mittelfristig eine signifikante Minderung der THG-Emissionen erreicht werden. Gleichzeitig ergeben sich günstige CO2-Vermeidungskosten von unter 50€/tCO2.

Auch die Hemmnisse und wesentliche Handlungsempfehlungen werden in der Studie ausgewiesen. Grüner Stahl ist kein Selbstläufer – die Weichenstellung muss jetzt erfolgen und das „window of opportunity“ muss politisch unterstützt werden. Der Ausbau der erneuerbaren Energien und der Wasserstoff-Infrastruktur spielt eine wesentliche Rolle. Die Politik muss entsprechende Investitionsanreize und Planungssicherheit für die deutsche Stahlindustrie schaffen.

Die Gesamtstudie finden Sie hier.

DWV-Marktumfrage: 30 GW Elektrolyse-Lieferkapazität bis 2030 möglich


Der DWV hat unter seinen Mitgliedern eine Umfrage durchgeführt, um die potenziellen Lieferkapazitäten für Elektrolyseure zur grünen Wasserstoffproduktion bis 2030 zu ermitteln. Das Ergebnis ist: Bis 2030 ist eine maximale jährliche Lieferkapazität von fast 30 GW möglich.

Stark gestiegene Erdgaspreise bedingen aktuell ein mehr als konkurrenzfähiges Preisniveau von grünem Wasserstoff im Vergleich zum fossilen Pendant. Die Ergebnisse der Marktumfrage lassen hoffen, dass der Aufbau einer grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft, in Übereinstimmung mit den angestrebten Klimazielen 2030, gesichert erreicht werden kann. Die Voraussetzung ist, dass die Bundesregierung die für eine gesicherte Investition erforderlichen politischen Rahmenbedingungen setzt. Es gilt somit jetzt zu handeln, um die deutsche Energieversorgung mit grünem Wasserstoff zügig unabhängiger, versorgungssicherer und nachhaltiger zu gestalten.

Nach Angaben der Unternehmen ist in 2025 eine maximale Lieferkapazität von 16,25 GW pro Jahr möglich, bis 2030 sind es 27,8 GW. Diese Zahlen sind überaus positiv zu bewerten. Die Ampel-Koalition hat es sich zum Ziel gemacht, bis 2030 eine tatsächliche Elektrolysekapazität von 10 GW in Deutschland zu erreichen. Das Ergebnis der DWV-Marktumfrage zeigt, dass diese Annahme noch übertroffen werden kann. Die Produktion der Anlagen stellt kein Hemmnis für den zügigen Aufbau einer grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft dar.
Weitere Berechnungen des DWV ergeben in 2030 einen maximalen Jahresumsatz von 13,1 Mrd. Euro. Ca. 65.800 Arbeitsplätze können dadurch entstehen. Die kalkulatorisch berechnete maximale Wasserstoffproduktion könnte 2030 bei 72,3 TWh liegen.

Die folgenden Unternehmen haben sich an der Umfrage beteiligt: 

  • ELOGEN GmbH 
  • ITM Power GmbH/Linde AG 
  • MAN Energy Solutions SE/H-TEC SYSTEMS GmbH 
  • McPhy Energy Deutschland GmbH 
  • Siemens Energy AG 
  • Sunfire GmbH
  • thyssenkrupp nucera AG & Co. KGaA

Schauen Sie sich hier die ausführliche Datenerhebung und die Berechnungen des DWV an.

 

 

 

Appell an die Bundesregierung: H2Global4Europe für eine versorgungssichere und nachhaltige Energieversorgung


Gemeinsam appellieren der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband, AquaVentus Förderverein, Deutscher, IFES Institut für Energiespeicher und WAB an die Bundesregierung, ein Sprinterprogramm für die „Grüne Wasserstoffproduktion“ aufzulegen. Der Appell wurde gestern von Werner Diwald, dem Vorstandsvorsitzenden des DWV an Christian Maaß, Abteilungsleiter Energiepolitik im BMWK und Andreas Rimkus, MdB übergeben.

Die aktuellen Kriegsgeschehnisse in der Ukraine haben erhebliche Auswirkungen auf den Transformationsweg der deutschen und europäischen Energiewirtschaft und diese Ausgangslage erfordert schnelle Lösungen. Die Bundesregierung muss umgehend handeln, um Klimaschutz und Versorgungssicherheit gleichermaßen zu gewährleisten. Beides lässt sich mit einer intelligenten und konsequenten Ausrichtung auf erneuerbare Energien und grünem Wasserstoff vereinen.

Werner Diwald erklärt: „Wir appellieren an die Bundesregierung, H2Global auf Deutschland auf insgesamt 3 GW, davon 2 GW Offshore und 1 GW Onshore, sowie Süd- und Südosteuropa mit 2 GW für Bulgarien, Griechenland und Rumänien zu erweitern und finanziell entsprechend auszustatten. Zudem appellieren wir an die Bundesregierung, bereits für den Haushalt 2023 für das auf 10 Jahre angesetzte Sofortprogramm H2Global4Europe mindestens 10 Mrd. EUR bereitzustellen.

Ein „H2Global4Europe“ Programm eröffnet  neue Wertschöpfungschancen für deutsche Technologieexporteure und gibt unseren Partnern in Süd- und Südosteuropa nachhaltige Wirtschaftsperspektiven. Damit stärkt Deutschland den europäischen Gemeinschaftsgedanken. Die grenzüberschreitende Kooperation mit den europäischen Nachbarstaaten wird durch einen Aufbau einer grünen Wasserstoffunion grundlegend gefestigt. Dabei entstehen Chancen für die Produktion im Inland und den Ausbau von Produktionsanlagen von grünem Wasserstoff im Ausland.

H2Global ist sorgfältig unter der Federführung des BMWK entwickelt und durch die EU notifiziert worden. Eine Umsetzung des Sofortprogramms H2Global4Europe in 2022 ist daher machbar. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuell diskutierten Loslösung von Energieabhängigkeiten müssen jetzt die notwendigen politischen Weichen gestellt werden.

Mitgezeichnet haben den Appell DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches, AquaVentus, IFES Institut für Energiespeicher GmbH, WAB e.V.!

Lesen Sie hier den offiziellen Appell

Beim Parlamentarischen Abend von DWV, VDMA und en2x. übergibt Werner Diwald den Appell an Christian Maaß, Abteilungsleiter Energiepolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und Andreas Rimkus, MdB und Wasserstoffbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion.

Parlamentarischer Abend von DWV, VDMA und en2x – „Aufbruch in die grüne Wasserstoff-Marktwirtschaft jetzt gestalten“


Gestern am 15.03.2022 hat der DWV zusammen mit den Verbänden VDMA Power to X for Applications und en2x zu einem Parlamentarischen Abend in der Landesvertretung Baden-Württemberg eingeladen. Das Thema des Abends lautete „Aufbruch in die grüne Wasserstoff-Marktwirtschaft gestalten:  100 Tage neue Bundesregierung“. Grüner Wasserstoff und die Sicherheit der Energieversorgung standen dabei im Fokus. Die Versorgungssicherheit in Deutschland kann nur durch einen Energiemix garantiert werden, in dem der Einsatz von grünem Wasserstoff eine zentrale Rolle spielt.

Eröffnet wurde die Veranstaltung von Werner Diwald, dem Vorstandsvorsitzenden des DWV.

Eröffnung durch Werner Diwald, Vorstandsvorsitzender DWV. Nicht nur vor Ort sondern auch per Livestream konnten die Teilnehmenden dem Programm der Veranstaltung folgen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Grußworte sprach Winfried Hermann, der baden-württembergische Minister für Verkehr, der per Live-Übertragung zugeschaltet wurde. Seine Botschaft war klar: „Eine erfolgreiche Transformation macht Energie bezahlbar und umweltfreundlich.

Grußworte beim Parlamentarischer Abend von DWV, VDMA, en2x: Live-Zuschaltung von Winfried Hermann, Verkehrsminister Baden-Württemberg. Moderation Dr. Kirsten Westphal, Vorständin H2Global Stiftung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anschließend haben Politik und Industrie miteinander diskutiert, wie der Aufbruch in die grüne Wasserstoff-Marktwirtschaft jetzt gestaltet werden muss, um Deutschland zum Leitmarkt für Wasserstoff-Technologien zu machen. Der Hochlauf einer grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft ist sowohl klimapolitisch als auch strategisch von entscheidender Bedeutung. Eine Wasserstoff-Union in Form eines globalen Marktes ist eine richtungsweisende Antwort auf die aktuelle Situation in der Energiewirtschaft. Sie ermöglicht eine internationale Win-win-Situation. Dafür muss sich die Politik jetzt aktiv gestaltend einsetzen.

Eröffnung und Moderation: Dr. Kirsten Westphal, Vorständin H2Global Stiftung. Podiumsdiskussion mit Andreas Rimkus, MdB, Ausschuss für Klimaschutz und Energie, Cord Landsmann, ThyssenKrupp Uhde, Christian Maaß, Abteilungsleiter Energiepolitik, BMWK, Ove Petersen, GP Joule, Geert Tjarks, EWE und Enno Harks, bp.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Andreas Rimkus, MdB – Wasserstoffbeauftragter der SPD-Bundestagsfraktion: „Nicht Gas-Ausstieg, sondern Gas-Umstieg – darum geht es. Die Wichtigkeit der Diversifizierung und Defossilisierung unserer Energieversorgung hat sich noch nie so deutlich gezeigt wie heute. Dabei ist für viele Bereiche Wasserstoff die zentrale Voraussetzung für erfolgreiche Transformation. Dafür muss der Staat die erste Runde bezahlen, damit die Wirtschaft läuft.

Christian Maaß, Abteilungsleiter Energiepolitik BMWK: „Die erneuerbaren Energien sind ein großes Stück Versorgungssicherheit. In Verbindung mit dem Einsatz von Wasserstoff wird Deutschland die Klimaneutralität und Energiesouveränität erreichen.

Wasserstoffwirtschaft, Maschinen-und Anlagenbau sowie Raffinerieunternehmen und Energieimporteure vertreten gemeinsam mit ihren Verbänden DWV, VDMA und en2x die gesamte Wertschöpfungskette von Wasserstoff und seinen Folgeprodukten. Unsere Branche verfolgt das Ziel, Marktführer international wettbewerbsfähiger Wasserstoff-Technologien sowie einer industrialisierten Power-to-X Produktion zu werden.

Beim Aufbruch in die grüne Wasserstoff-Marktwirtschaft brauchen wir passende Rahmenbedingungen. Die Politik hat es in der Hand, aus Klimapolitik auch Wachstumspolitik zu gestalten.

Reichweite und Effizienz von Brennstoffzellen-Fahrzeugen


Ein Kilogramm Wasserstoff enthält circa so viel Energie wie 3 Liter Diesel. Für 100 Kilometer liegt der Verbrauch beim Pkw bei 1 – 1,1 Kilogramm. Ein 40-Tonnen LKW braucht ungefähr 7 Kilogramm. Der Tankvorgang ist so schnell wie bei einem Benziner – in wenigen Minuten ist das Fahrzeug vollgetankt. 

Auch die Reichweite ist ein großer Pluspunkt der Brennstoffzellen-Fahrzeuge. Aktuelle Wasserstoff-Autos können schon jetzt problemlos 600-700 Kilometer zurücklegen. Serienreife Brennstoffzellen-LKW kommen derzeit auf Reichweiten von 400 Kilometern z.B. der Xcient Fuel Cell von Hyundai. Es wurde bereits ein Modell eines deutschen Herstellers vorgestellt, das bis zu 1.000 Kilometer Reichweite hat: Der Gen H2Truck von Daimler Trucks.   

Klimafreundlichkeit und Wirtschaftlichkeit eines Fahrzeugs werden unter anderem von dessen Wirkungsgrad bestimmt. Dieser ist bei Brennstoffzellen-Fahrzeugen rund ein Viertel höher als bei Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor.