DWV beschließt Partnerschaft mit BVES und DVGW


Berlin, 7. Februar 2018 – Auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung haben die Mitglieder des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes (DWV) heute eine wichtige Entscheidung für die zukünftige Arbeit ihres Verbandes getroffen. Der DWV beabsichtigt, gemeinsam mit dem Bundesverband Energiespeicher (BVES) eine Gesellschaft (GmbH) zu gründen. Damit soll die Markteinführung des Wasserstoffs effizienter und professioneller als bisher begleitet werden. Der DVGW hat bereits Interesse bekundet, anschließend inhaltlich und organisatorisch zu kooperieren.

Ein Teil der Anwesenden bei der Mitgliederversammlung

Ein Teil der Anwesenden bei der Mitgliederversammlung

 

Die Teilnahme an der Mitgliederversammlung. Die anwesenden oder vertretenen Mitglieder repräsentierten etwa drei Viertel der Gesamtstimmkraft der Mitglieder – ein Wert, der nach der Gründung des DWV noch bei keiner Mitgliederversammlung erreicht worden war. Offenbar waren sich auch die Mitglieder der Bedeutung der zu treffenden Entscheidung bewusst.

Einführung durch Werner Diwald

Einführung durch Werner Diwald

 

Nach den einleitenden Formalien erläuterte der Vorstandsvorsitzende Werner Diwald den Vorschlag des Vorstandes aus Sicht des DWV. Dies taten auch die anwesenden Vertreter von BVES und DVGW. Alle Verbände sehen Vorteile daran, den Aktivitäten aus dem Bereich Wasserstoff und Brennstoffzellen, besonders solche gewerblicher Art, in einem speziell dafür gegründeten gemeinschaftlichen Unternehmen abwickeln zu lassen.

Mit der Gründung einer gemeinsamen GmbH würde eine der am breitesten aufgestellten Wasserstoffplattformen in Deutschland entstehen, die die Politik bei der Ausgestaltung des zukünftigen Energiesystems mit ihrem breiten Expertenwissen unterstützen kann. Die gemeinsame GmbH soll den einzelnen Verbänden zukünftig unter anderem die Plattform und die personellen Ressourcen bieten, um qualifiziert systemübergreifende Geschäftsmodelle zu diskutieren und abzuwägen und um politisch, technisch-wissenschaftlich und wirtschaftlich bestmögliche und nachhaltige Lösungskonzepte im Sinne aller Mitglieder der beteiligten Verbände zu entwickeln.

Diskussion

Diskussion über den Vorschlag

 

Nicht alle waren sofort restlos überzeugt. Es gab eine ganze Menge Fragen und Vorschläge, die auch zu kleineren Änderungen am Beschlussvorschlag führten. Grundsätzlich allerdings leuchteten die Vorteile der geplanten Konstruktion den Anwesenden ein.

Das Ergebnis der Abstimmung war eine klare Sache

Das Ergebnis der Abstimmung war eine klare Sache

 

So stand am Schluss eine eindeutige Mehrheit (eine Gegenstimme, 16 Enthaltungen), mit der die Mitgliederschaft den Vorstand zur Aufnahme der erforderlichen Verhandlungen ermächtigte.

 

Der Bundesverband Energiespeicher e.V. (BVES) verschafft der vielgestaltigen Speicherbranche eine Stimme und ist Mittler zwischen Wirtschaft und Politik. Ziel ist es, die Energiespeicherung zu fördern und sicherzustellen, dass sie als wertvoller, effizienter und kostengünstiger Bestandteil der nachhaltigen Energielandschaft wahrgenommen wird. Der Verband kämpft insbesondere für faire politische und rechtliche Rahmenbedingungen, die ein rasches Wachstum des Speichermarkts erst möglich machen. Ein wesentlicher Punkt ist hier die Abschaffung der Letztverbraucherpflichten. Der BVES setzt sich für langfristige und damit planbare Zukunftsperspektiven ein, um Entscheidern der Branche Investitionssicherheit zu bieten. Nur die Etablierung eines erfolgreichen, heimischen Marktes bietet regionalen Unternehmen eine solide Basis, um auch im internationalen Wettbewerb zu bestehen (www.bves.de).

 

Der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches e.V. (DVGW) fördert das Gas- und Wasserfach mit den Schwerpunkten Sicherheit, Hygiene und Umweltschutz. Mit seinen über 13.600 Mitgliedern erarbeitet der DVGW die allgemein anerkannten Regeln der Technik für Gas und Wasser. Der Verein initiiert und fördert Forschungsvorhaben und schult zum gesamten Themenspektrum des Gas- und Wasserfaches. Darüber hinaus unterhält er ein Prüf- und Zertifizierungswesen für Produkte, Personen sowie Unternehmen. Die technischen Regeln des DVGW bilden das Fundament für die technische Selbstverwaltung und Eigenverantwortung der Gas- und Wasserwirtschaft in Deutschland. Sie sind der Garant für eine sichere Gas- und Wasserversorgung auf international höchstem Standard. Der gemeinnützige Verein wurde 1859 in Frankfurt am Main gegründet. Der DVGW ist wirtschaftlich unabhängig und politisch neutral (www.dvgw.de)