Wasserstoffexperten aus Industrie und Politik senden eindeutiges Signal an die neue Bundesregierung: Jetzt handeln!


Grüne Wasserstoff-Marktwirtschaft – Chance für die neue Bundesregierung

Der Deutsche Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verband fordert schnelles Handeln von der künftigen Koalition. Auf dem Parlamentarischen Abend in Berlin hat die Wirtschaft die Politik aufgefordert, im Koalitionsvertrag bereits konkrete Maßnahmen für einen schneller Markthochlauf für Wasserstoff und Brennstoffzellen-Technologie in Deutschland zu vereinbaren.

Von Links nach Rechts: Klaus Ernst (DIE LINKE), Dr. Matthias Jurytko (cellcentric), Dr. Uwe Lauber (MAN Energy), Thomas Bareiß (CDU), Jürgen Pfeiffer, Bernd Westphal (SPD), Werner Diwald (DWV), Michael Theurer (FDP), Jonathan Weber (SHS Stahl)

 

Die Elite der deutschen Wasserstoff-Branche und die politischen Wasserstoff-Experten in den relevanten Arbeitsgruppen der Koalitionsverhandlungen haben gemeinsam über Formulierungen für den Hochlauf der deutschen grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft im Koalitionsvertrag diskutiert.

Der Koalitionsvertrag definiert den Rahmen für alle Beteiligten an der neuen Bundesregierung für die nächsten vier Jahre. Damit ist er das zentrale Dokument für die Industrie, die erforderlichen Investitionen zur Defossilisierung der deutschen Wirtschaft in der gebotenen Eile vornehmen zu können.

Die Industrie war sich auf dem Parlamentarischen Abend einig, dass nur mit erneuerbaren Energien in Kombination mit Wasserstoff ein investitionssicherer und wirtschaftlich erfolgreicher Umbau der deutschen und auch europäischen Energiewirtschaft gelingen kann. Nur wenn die neue Bundesregierung jetzt die erforderlichen regulatorischen Rahmenbedingungen verlässlich setzt, kann Deutschland gestärkt aus der Transformation in eine klimaneutrale Energiewirtschaft herausgehen.

Die Botschaft der Teilnehmer des Parlamentarischen Abend ist eindeutig: Eine ausführliche konkrete Vereinbarung der Koalitionäre zum Fahrplan des Hochlaufs einer Wasserstoff-Marktwirtschaft im Koalitionsvertrag ist unbedingt erforderlich, damit die deutsche Wirtschaft die von der Bundesregierung angestrebte Technologieführerschaft einnehmen kann.

Werner Diwald, DWV-Vorstandvorsitzender: „Das marktwirtschaftliche Potenzial für den deutschen Maschinenbau hat einen so signifikanten Umfang, dass eine moderne und sozial verantwortliche Volkswirtschaft den vor uns liegenden Transformationsprozess energie-, wirtschafts- und industriepolitisch gestalten muss. Die neue Bundesregierung hat es in der Hand, dass ein erneutes deutsches Wirtschaftswunder unseren Bürgerinnen und Bürgern zugutekommt.“

Jorgo Chatzimarkakis, Generalsekretär Hydrogen Europe: “Heute stehen wir vor einer entscheidenden Wegmarke, da sich eine Koalition des Fortschritts aufmacht, Klimaschutz und Marktwirtschaft in Deutschland zu vereinen. Wasserstoff könnte die Ampel im wahrsten Sinne zum Leuchten bringen.”

Bernd Westphal, wirtschafts- und energiepolitischer Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion: “Für den Wirtschaftsstandort Deutschland müssen mit Blick auf den Klimawandel immense Richtungsentscheidungen getroffen werden. Die SPD steht für „Sicherheit durch Wandel“. Klimaschutz muss dabei fest mit Arbeit und Wohlstand verbunden sein. Das Gelingen der Energiewende und die Transformation unserer Wirtschaft hängen maßgeblich von einem erfolgreichen Hochlauf einer Wasserstoffwirtschaft in Deutschland und Europa ab.“

Michael Theurer, stellvertretender Vorsitzender der FDP-Bundestagsfraktion: „Bei der Jubiläumsveranstaltung anlässlich des 25.-jährigen Bestehens des Deutschen Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Verbandes habe ich in der Paneldiskussion mit verschiedenen CEOs der deutschen Wirtschaft und meinen Kollegen von SPD, CDU und Linke aus dem Deutschen Bundestag deutlich gemacht, dass Klimaschutz Teil einer Wachstums- und Fortschrittsagenda werden muss. Als Freie Demokraten verfolgen wir hier einen technologieoffenen Ansatz. Ich bin mir sicher, dass Wasserstoff und Brennstoffzellen einen wertvollen Beitrag leisten können. Deutschland hat erhebliches Potenzial im Bereich der Wissenschaft, der Forschung und bei unseren Unternehmen, durch innovative Technologien wesentliche Beiträge für den globalen Klimaschutz zu leisten. Darin liegen große Chancen für zukunftsfähiges Wachstum und Beschäftigungsmöglichkeiten.“

Von links nach rechts: Bernd Westphal (SPD), Dr. Matthias Jurytko (cellcentric), Dr. Uwe Lauber (MAN Energy), Jürgen Pfeiffer, Jonathan Weber (SHS Stahl), Werner Diwald (DWV), Klaus Ernst (DIE LINKE), Thomas Bareiß (CDU), Olaf Lies (Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz)

 

25-jähriges Jubiläum des DWV – großartige Erfolge

Am 12.06.1996 wurde der DWV gegründet. Mit dem Dreiklang Wirtschaftlichkeit, Versorgungssicherheit und saubere Energie steht der DWV für den Aufbau einer grünen Wasserstoff-Marktwirtschaft als Bestandteil einer nachhaltigen Energieversorgung. Im Fokus stehen die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft über alle Sektoren, der Schutz von Natur und Umwelt sowie die Themen Bildung und globale nachhaltige Zusammenarbeit.

DWV Brennstoffzellen-Fahrzeug vor der Landesvertretung Niedersachsen

 

DWV-Präsident Oliver Weinmann: „Gemeinsam mit Wissenschaft, Politik und Wirtschaft haben wir viel diskutiert und uns aktiv für unsere Themen eingesetzt. Die Erfolge der vergangenen Jahre durch die intensive Mitarbeit in diversen regulatorischen Prozessen sprechen für sich: Neue Wirtschaftsgebiete und effektive Markteinführungsprogramme für konkrete Anwendungsfelder wurden erarbeitet und umgesetzt. Aufbauend auf der langjährigen Expertise etabliert sich der DWV als zentraler Ansprechpartner für Politik und Wirtschaft in Fragen der Ausgestaltung einer Energiewirtschaft, in der Wasserstoff eine wesentliche Rolle spielt.“

Der Präsident des DWV Oliver Weinmann eröffnet den Parlamentarischen Abend 2021 in der Landesvertretung Niedersachsen.